Mann auf Parkbank mit Zeitung in der Hand

Brand- und Katastrophenschutz

Digitales Rauchwarnmeldesystem: LoRaWAN-Technologie schützt Feuerwehrhäuser


Das Landratsamt steht den Städten und Gemeinden bei der Einführung der LoRaWAN-Technologie zur Seite und übernimmt hierbei die Rolle eines zentralen Ansprechpartners. Die Auswahl und Beschaffung der Infrastruktur erfolgt dezentral, wobei die Kommunen individuelle Entscheidungen treffen können. Gleichzeitig sorgt die kreisweite IoT-Infrastruktur für eine übergreifende Verbindung und gewährleistet eine einheitliche Basis.

Dabei bilden Rauchwarnmelder mit LoRaWAN-Funktionalität im Odenwaldkreis das Herzstück des Überwachungssystems. Mit der Montage wurde jetzt – wie in Erbach – begonnen. Diese Melder erfassen und übermitteln kontinuierlich Informationen zu ihrem Wartungszustand und senden im Alarmfall eine Meldung an die zentrale IoT-Infrastruktur. Bei Erkennung eines Brandes durch den Rauchmelder wird ein Alarm ausgelöst, der lokal durch akustische und optische Signale am Melder und optional im gesamten Gebäude sowie durch Benachrichtigung der Feuerwehr erfolgen kann. Somit können in Zukunft schwere Brände, die beispielsweise durch Akkus in Feuerwehrgerätehäusern entstehen, früher erkannt werden.

Die LoRaWAN-Technologie wird im Odenwaldkreis im Zuge des Projekts „kommunal360 – verbinden im Odenwaldkreis“, das auf dem Programm „Katastrophenschutz goes digital“ aufbaut, eingesetzt. Zentrales Anliegen des Projekts war und ist die Verbesserung des Bevölkerungsschutzes in der Region durch ein digitales Frühwarnsystem mit dem Fokus auf Extrem-Wetterereignissen wie Hochwasser und Waldbrand.

Das Hessische Digitalministerium fördert das Projekt im Rahmen des Programms „Starke Heimat Hessen“ Die geplanten Gesamtkosten liegen bei rund 676.500 Euro, die Fördersumme beträgt 608.850 Euro.