Mann auf Parkbank mit Zeitung in der Hand

Abfall-Info

Abfallwirtschaftskonzept bis 2030 fortgeschrieben


Ausgehend von den rechtlichen Rahmenbedingungen beschreibt das AWK den strukturellen Status Quo der Odenwälder Abfallwirtschaft und bewertet diesen. Aus der Bestandsanalyse werden Ziele und Maßnahmen zum Abbau vorhandener Defizite und zur zukunftsfähigen Weiterentwicklung aufgezeigt. Für die aktuelle Fortschreibung hat der MZVO mit dem INFA (Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH mit Sitz in Ahlen, NRW) erstmals externe Hilfe in Anspruch genommen. In Zusammenarbeit mit Verwaltung und Politik ist eine 84 Seiten starke und damit in Umfang und Qualität deutlich gesteigerte Informations- und Planungsgrundlage für die künftigen Arbeits- und Entscheidungsprozesse entstanden.

Funktionierendes System mit Verbesserungspotentialen

Wie aus den darin getroffenen Feststellungen deutlich wird, funktioniert das abfallwirtschaftliche System im Odenwaldkreis grundsätzlich gut. Aber das AWK benennt und beschreibt auch Verbesserungspotentiale. Diese betreffen die Qualität und die Anschlussquote beim Bioabfall, die Erfassung und Entsorgung von Sperrmüll, die Effizienz der Altpapiersammlung und die Optimierung der Grünschnitterfassung. Außerdem soll im Fortschreibungszeitraum bis 2030 eine Restabfallanalyse durchgeführt werden, um eine belastbare Datengrundlage über die darin enthaltenen Wertstoffpotentiale zu erhalten. Und bei den Leichtverpackungen soll die Frage eines eventuellen Systemumstieges auf eine Gelbe Tonne ergebnisoffen abgewogen und ggf. mit dem zuständigen Systembetreiber verhandelt werden.

Ebenfalls beleuchtet werden die zunehmenden Probleme mit Wildem Müll, das vorhandene Abfallgebührenmodell und die Förderung von Abfallvermeidung und Wiederverwendung. Auch hierzu werden bereits laufende bzw. angestrebte Maßnahmen und denkbare Handlungsansätze aufgezeigt.

Ambitionierte Ziele: Logistikstandort und Wertstoffhöfe

Besonders ambitionierte Ziele betreffen den Ausbau der öffentlichen Infrastruktur. Perspektivisch werden ein verbandseigener zentraler Logistikstandort mit Müllumschlagplatz und über die Kreisfläche verteilt zwei bis drei kommunale Wertstoffhöfe angestrebt. Diese sollen zur vollumfänglichen Erfüllung gesetzlicher Standards, zur Verbesserung des Bürgerservices und zur Steigerung von Wettbewerb beitragen. Ob und wie dies mittel- bis langfristig realisiert werden kann, soll zunächst in Machbarkeitsstudien untersucht werden. Das daraus erwartbare Spannungsfeld in  finanzieller und bauleitplanerischer Hinsicht ist eine große Herausforderung, die in strategischer Partnerschaft mit dem Odenwaldkreis angegangen werden muss. Gleiches gilt für das Ziel, im Kreisgebiet neue Deponiekapazitäten für nicht bzw. wenig belasteten Erdaushub und Bauschutt (Kategorien 0 und I) zu entwickeln.

Das fortgeschriebene AWK ist auf der Internet-Seite des MZVO unter www.mzvo.de/abfallwirtschaftskonzept öffentlich einsehbar.

Sie haben Fragen? Wir sind gerne für Sie da.

MZVO-Abfallberatung: 06063/9319-21

Abfall-Infos: www.mzvo.de