Mann auf Parkbank mit Zeitung in der Hand

Integration

Café Vielfalt erweitert sein Angebot um eine kulinarische Weltreise


„Eine Tasse Tee oder Kaffee öffnet oft schneller ein Gespräch als viele Worte. Beim gemeinsamen Trinken entstehen Nähe, Verständnis und neue Kontakte", erklärt Erbachs Integrationsguide Atiqullah Joya die Idee hinter der Erweiterung.

Den Auftakt der Reihe macht Café Mokka. Der kräftige, aromatische Kaffee ist in vielen Kulturen Symbol für Gastfreundschaft. Bei einer Tasse Mokka entstehen Gespräche über Heimat, Familie und die kleinen Rituale des Alltags. Weiter geht es in den Hindukusch zu Tee mit Kardamom. In Afghanistan ist Tee das A (Α) und O (Ω) der afghanischen Gastfreundschaft und kein Besuch beginnt ohne eine wärmende Tasse. Danach folgt der marokkanische Minztee. Beim Atay wird der gesüßte Minztee traditionell aus großer Höhe ins Glas gegossen und mindestens dreimal nachgeschenkt. Ein altes Sprichwort sagt: Das erste Glas schmeckt bitter wie das Leben, das zweite stark wie die Liebe, das dritte sanft wie der Tod.

Ob eritreische Kaffeezeremonie, japanische Teezeremonie, georgische Supra, ukrainisches Kompott oder türkischer Çay – alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Gruppen, die ihre Kultur oder ein besonderes Getränk vorstellen möchten, sind herzlich eingeladen, sich beim Integrationsguide der Kreisstadt Erbach, Café Vielfalt, zu melden.

Logo EU und Logo mit bunten Strichen

Das Café Vielfalt ist Teil des Projekts „Kommunale Integrationsguides zur Stärkung der Integrationserfolge (KISI)“ und trägt damit zur Förderung von Begegnung, Austausch und gesellschaftlichem Zusammenhalt in der Kreisstadt bei. Unterstützt wird das Café durch das „Wir Zentrum Odenwald“. Die Räumlichkeiten im Gasthaus „Zum Bären" werden von der evangelischen Kirchengemeinde Erbach zur Verfügung gestellt.

KISI wird durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union gefördert sowie durch das Land Hessen kofinanziert.