Mann auf Parkbank mit Zeitung in der Hand

Schulweg

Sicherer Schulweg: Schulmobilitätspläne für Schülerinnen und Schüler aus Michelstadt und Erbach


Zu Schulbeginn und Unterrichtsende treffen rund um Schulstandorte häufig viele Verkehrsteilnehmende gleichzeitig aufeinander: Schülerinnen und Schüler sind zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn unterwegs, während gleichzeitig Bring- und Abholverkehre stattfinden. Dadurch kommt es zeitweise zu erhöhtem Verkehrsaufkommen, durch das Situationen entstehen können, die für alle Beteiligten schwerer zu überblicken sind. Umso wichtiger ist es, die Bedingungen rund um Schulstandorte regelmäßig zu betrachten und gemeinsam mit Schulen, Eltern, Kommunen und weiteren Akteuren zu prüfen, wie Schulwege möglichst sicher gestaltet werden können. Die Städte Erbach und Michelstadt möchten diesen Prozess nun gemeinsam mit dem Odenwaldkreis für die Schule am Sportpark und die Astrid-Lindgren-Schule in Erbach sowie das Gymnasium Michelstadt und die Stadtschule Michelstadt angehen.

„Ich freue mich, dass wir mit den Schulmobilitätsplänen einen wichtigen Prozess anstoßen. Die Mobilität unserer jüngsten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer liegt mir besonders am Herzen. Deshalb wollen wir den Schulweg der Kinder stärker in den Blick nehmen“, betont Dr. Tobias Robischon, Bürgermeister der Stadt Michelstadt. Dem kann sich Dr. Peter Traub, Bürgermeister der Stadt Erbach, nur anschließen: „Es ist ein starkes Signal, dass Städte, Odenwaldkreis und Schulen diesen Weg gemeinsam beschreiten. Wenn wir alle Akteursgruppen frühzeitig einbinden und den Dialog offen gestalten, schaffen wir die Grundlage für tragfähige Maßnahmen, die dauerhaft Wirkung entfalten.“

Der Auftakt für die integrierten Schulmobilitätspläne ist in Erbach und Michelstadt im Frühjahr 2026 erfolgt. Die Koordination des Gesamtprojekts übernimmt dabei die Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm). Die fachliche Erarbeitung der Schulmobilitätspläne für die Schulen erfolgt durch das Fachbüro Mobilitätslösung aus Darmstadt. „Die Schulmobilitätspläne bündeln vielfältige, aufeinander abgestimmte Maßnahmen von Infrastruktur und Verkehrsregelungen über Mobilitätsbildung bis hin zu organisatorischen und informativen Bausteinen. Sie werden passgenau für jede Schule und ihr Umfeld entwickelt“, erläutert Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm. Grundlage sind fachlich begleitete Workshops, Ortsbegehungen und Mobilitätsbefragungen im engen Austausch mit allen Beteiligten. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Perspektive der Schülerinnen und Schüler.

Der Odenwaldkreis unterstützt die Städte und Schulen im Rahmen seiner Zuständigkeit als Schulträger und in der Schülerbeförderung aktiv bei der Erarbeitung der Schulmobilitätspläne. Darüber hinaus unterstützt der Kreis im Bereich der Nahmobilität gezielt Maßnahmen, die zur nachhaltigen Verbesserung der Mobilität vor Ort beitragen.

Das Programm „Besser zur Schule“

Seit dem Jahr 2018 wurden durch die ivm gemeinsam mit über 130 Schulen erfolgreiche Prozesse zur Entwicklung integrierter Schulmobilitätspläne angestoßen und abgeschlossen. Das Programm „Besser zur Schule“ erfreut sich dabei zunehmender Beliebtheit und ist weit in den Kommunen sowie Landkreisen in der Region Frankfurt RheinMain sowie in ganz Hessen verankert. Informationen zum Beratungsprogramm sind zu finden unter: www.BesserZurSchule.de.